How to become a Berlin-Atze*

Written by Franzi, Riani Novianti undSandra on Juli 8th, 2011

Berlin, du bist so wunderbar, Berlin… schallt es in einem Kult gewordenen Werbesong durch die Lande. Und tatsächlich scheint von der Stadt an der Spree eine faszinierende Anziehungskraft auszugehen. [...]

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Berlin, du bist so wunderbar, Berlin… schallt es in einem Kult gewordenen Werbesong durch die Lande. Und tatsächlich scheint von der Stadt an der Spree eine faszinierende Anziehungskraft auszugehen. In Massen strömen sie in die deutsche Hauptstadt und damit in die beliebteste Stadt des Landes[1]. Sie wollen die viel gepriesene Vielfalt erleben, dort sein, wo immer etwas los ist und nicht zuletzt, Teil der pulsierenden Metropole werden. Touristen, Künstler, Studenten, Prominente… alle wollen nach Berlin. Vom Großstadtfieber getrieben, verlegen auch viele Familien ihren Lebensmittelpunkt in die kultige Weltstadt. Im Gepäck haben sie nicht selten pubertierende Teenies – unsere heranwachsende Zukunft.

In Berlin angekommen, stellt sich die Frage, wie freundet man sich schnellstmöglich mit den „Einheimischen“ an. Genauer gesagt: How to become a Berlin-Atze? Bei aller Toleranz und Offenheit, die das regelfreie Berliner Stadtleben prägen, sollte man als Zugezogener wissen: Nicht jeder gewinnt den harten Kampf um den begehrten Titel „Berlin-Atze“. Doch, liebe Frisch-Berliner, ihr müsst nicht verzweifeln, Hilfe naht! Hier kommt die ultimative Anleitung, die euch ganz vorn mitmischen lässt.

How to survive:

Schulabschluss, Wohnung, was Essbares im Kühlschrank – alles überbewertet! Wer in der Hauptstadt als Atze überleben will, braucht zuallererst ein Smartphone (selbstverständlich besitzt die In-Crowd nur die allerneuesten Modelle). Aber warum gleich zu einem iPhone oder Blackberry greifen? LG und SonyEricsson bieten viel trendigere Farben! Gerade für weibliche Berlin-Atzen (auch Atzinnen genannt) spielen Form und Farbe ihres www-fähigen Endgerätes eine überaus entscheidende Rolle – willkommen im Zeitalter des mobil gewordenen Kampfes um das schönste Aussehen! Die Champions League der Smartphone-Besitzerinnen erobert, wer sein Phone mit Strass- und Glittersteinen oder auffälligen Glitzeranhängern schmückt (absolutes No-go: Handyschmuck, der nicht zur Handtasche und den restlichen Accessoires passt!).

Atzen brauchen kein GPS-Signal, man findet sich über akustische Hinweise – glücklicherweise sind ihre fetten Sounds dank handyeigenen Soundsystems kilometerweit hörbar. Berlin-Atzen haben ein großes Interesse an ihren Mitmenschen und dem Geschehen in der Welt. Was nützt also das beste Smartphone ohne Internet? Ganz klar, ein Atze muss zwingend 24/7 online sein, wie soll er sonst das aktuelle Treiben auf Facebook und Jappy mitbekommen? Wer hat seinen Profilstatus aktualisiert, Fotos der letzten angesagten Party eingestellt oder ein neues Profilbild hochgeladen – Fragen, die Berlin-Atzen rund um die Uhr beschäftigen und die natürlich sofort kommentiert werden müssen. (Achtung Mädels: Angesagt sind Profilbilder von schräg links oben, mögliche Problemzonen werden so verdeckt und weibliche Rundungen besser in Szene gesetzt.)

How to look:

Der wahre Berlin-Atze legt großen Wert auf sein Aussehen. Bei der männlichen Spezies ist Haargel ein absolutes Muss, wer hier spart, kommt nicht ans Ziel. Das Haar darf glänzen, ja fast schmalzig wirken. Die ganz großen Helden bestechen durch ausgefallene Tribals im Haar. Vervollständigt wird der Atzen-Style durch das Atzen-Cap. Die trendige Kopfbedeckung muss selbstverständlich so getragen werden, dass die mühsam gestylte Frisur nicht zerstört wird. Dadurch entstehende Kopfformen, die Ähnlichkeit mit einem übergroßen Hühnerei aufweisen, gehören zum Atzen-Look zwingend dazu.

Während die Männer durch ihren exorbitant hohen Gel- und Parfumverbrauch Stammkunden im Drogeriemarkt sind, trifft man weibliche Atzen hier mindestens genauso häufig. Ein Blick in ihren Einkaufskorb verrät: die Atzin versteht es, sich gekonnt in Szene zu setzen. Sie braucht Make-Up in verschiedenen Farbtönen für den natural look (auch hier bitte nicht sparen!), Eyeliner und Eyeshadow (für den dramatischen Look) sowie einen Augenbrauen-Stift (um den Bogen über den Augen maximal hervorzuheben). Die Haare der Atzin sind unbedingt zu färben (am besten zweifarbig: schwarz-blond, schwarz-pink oder ähnliche Kombinationen) und auf die Freundinnen abzustimmen. Auch die Hautfarbe sollte keinesfalls der Natur überlassen werden – Twilight-Look war gestern, also ab ins Solarium!

Und was trägt der Berlin-Atze? Prinzipiell gilt: der Atze weiß, was gut ist. Darum findet man in seinem Kleiderschrank hauptsächlich Kleidungsstücke bekannter Marken, angefangen bei Nike Air Max-Schuhen, über Picaldi-Jeans bis hin zur Cordon-Jacke. Gern gesehen ist die Trainingshose, die den durchtrainierten, muskulösen Körper des Berlin-Atzen ziert. Das gute Stück hat damit endlich sein einsames Dasein als Textil, das nur zu Hause oder beim Sport getragen wird, beendet (Hardcore-Atzen stecken die Trainingshose übrigens am besten in die Socken). Abgerundet wird der perfekte Style mit einer großen Sonnenbrille (auch Pornobrille genannt) und einer dicken goldenen oder silbernen Halskette.

 

Die Atzin gewinnt wohl keinen Preis im Mauerblümchen-Contest. Knappe Outfits kombiniert mit Leopardenleggins, dazu neonfarbene Fingernägel und nicht zuletzt eine Louis Vuitton Handtasche (ob Original oder Fake spielt dabei keine Rolle) zeigen wahres Können. Neben zu betonenden Körperregionen der Weiblichkeit, sorgen vor allem passende Accessoires für das nötige „BlingBling“. Goldketten, -armbänder und –ohrringe (am besten große Creolen) und gerne auch diverse Piercings gelten als absolutes Must-have.

How to act:

Atzen sind gesellige Typen, die das Alleinsein meiden. Man trifft sie stets in Gruppen an (meist in den Berliner Bezirken Wedding, Moabit, Marzahn oder Gropiusstadt). Hier kurven sie mit ihrer Gang durch ihren Block, am liebsten mit der U-Bahn. Gern nutzt der Berlin-Atze die U-Bahnfahrt, um seinen Freunden die neuesten Videos auf Youtube zu zeigen und mit ihnen die aktuellen Hits von Bushido, Lady Gaga oder Azad auszuwerten. „Krass Mann“ oder „voll Porno“ tönt es durch die U-Bahn (korrekte Aussprache und Grammatik sind hier nicht zwingend erforderlich). Der junge Hauptstädter vergisst dabei schon mal, dass er nicht allein unterwegs ist. Auf höfliche Anfragen anderer Fahrgäste, ob es auch etwas leiser gehe, reagieren Atzen selbstbewusst und unbeeindruckt. Schließlich bereichern sie ihre Umwelt mit fetten Beatz und Lyrics und machen Berlin so ein bisschen liebenswerter…

… ein Phänomen der deutschen Hauptstadt oder trifft man die typischen Atzen auch anderswo? Ausnahme oder mittlerweile Normallfall? Schafft sich Berlin ab oder erfindet es sich neu? Grund zur Sorge oder alles im grünen Bereich? Allet wird jut!? Oder sogar besser???

* Eine Antwort auf “Der Berliner Szenemensch”

Dieser Artikel befindet sich in der Auswertung und kann vorrübergehend nicht kommentiert werden!



Kommentare zu 'How to become a Berlin-Atze*'

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132 Kommentare

  1. Tanja sagt:

    :D .. klasse geschrieben!!! .. ich musste voller schrecken feststellen, dass ich sowas von toootal out bin :((
    das “In-Wort” momentan is übrigens: endlaser!!

  2. Christian sagt:

    Hi… Toller ironischer Text… Fand ich sehr gut… Aber nun mal zu den echten “Atzen” : War neulich in Atzenhausen. Wusste bis dahin nicht einmal, dass es das wiklich gibt und musste schmuntzeln :) Man assoziiert gleich die Stadt mit den oben beschriebenen Mitbürgern… Wie ihr euch aber denken könnt, ist dem aber nicht so. Nette Stadt, tolle Gegend, schönes Flair… Und weit und breit keine Atzen…

  3. Sophia sagt:

    Ich glaube, der Atze ist vom Aussterben bedroht. Sein Verhalten ist wenigsten schon erforscht und man weiß damit umzugehen, aber ich begegne immer häufiger “mumifizierten Atzen” in Berlin, die trotz gereiften Alters gar kein Blatt vor den Mund nehmen und deren Körperpflege na ja weit entfernt ist vom Schönheitsideal des Atzen… lautstark wird sich dann über Hämorriden, den letzten Frauenarztbesuch oder das Geschäft des Hundes heute morgen ausgelassen… ich sag nur demografischer Wandel = scary! Dit is Bärlin, wa?

  4. [...] den Originalbeitrag weiterlesen: How to become a Berlin-Atze* | Social Media Projektseminar an der … Teile und hab Spaß Mit Klick auf diese Icons kann man diese Webseite mit anderen Social [...]

  5. Lara_Antonia sagt:

    Hahaha. Sehr schön. Hier und da hätte ich gerne ein Foto zur Visualisierung des ultimativen Atzen Looks gesehen. Einfach mal mit Einweg Kamera zum Hermannplatz und fertig ist das Bildmaterial…

    • Riani Novianti sagt:

      hahaha aus rechtlichen Gründen wollten wir nicht unbedingt ein paar “echte” Atzenbilder hochstellen. Aber der “Berliner Atze” ist mittlerweile so kultig, dass man wie bei Barbie keine Gedächtnisstütze mehr braucht oder? Was fällt dir noch für weitere Merkmale ein? Mir ist heute einer mit dicken BLING-BLING Ohrringen entgegengelaufen.. Das die noch IN sind?!

  6. Maria sagt:

    Hey, was geht ab, wir feiern die ganze Nacht!

    :D Endlaaaser! Besser kann man das nicht sagen (@Tanja)

    • Riani Novianti sagt:

      Maria hat Recht! Tanja hats mal wieder auf dem Punkt gebracht. Neben Voll Krass! Porno, Fehlt einfach noch was Wort Entlasert!! Was das Lied von Die Atzen feat. Nena auch beweist! STROBO-POP!

  7. Martin sagt:

    Save the Berlin-Atze!!
    Wenn man so gut wie jeden Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch Berlin fährt kann man nur feststellen, dass der gemeine Berliner-Atze eine vom aussterben bedrohte Spezies ist. Neben englisch besprechenden mit Kameras bewaffneten Touristen ist es schwer den nur hier lebenden Berliner-Athen ausfindig zu machen. Meiner Meinung nach sollten im Berliner Zoo weitere Gehege aufgestellt werden um die aussterbende Spezies zu schützen.

    • Riani Novianti sagt:

      hahahaah Sehr geiler Kommentar lieber Martin. Der Vergleich mit dem Zoo ist spitze! Vor allem das Gebrülle und das Auffallen um jeden Preis, ist absolut animalisch. Was die Kleidung mancher Kreaturen auch beweist! Was würden wir ohne diese Blütenpracht nur tun?! Ein guter Anfang für eine wunderbare Kampagne…!!

      • zündi sagt:

        ey dit is ja voll porno jeschrieben, alder!

        homo atze berlinus oder so….?!

        —— und endlaser kannte ich noch gar nicht. tja, bin nicht atzig genug ;) hahha

  8. Thuy sagt:

    Haha…sehr schön! Mit den passenden Bildern macht das Ganze jetzt noch mehr Spass, die Anleitung genau unter die Lupe zu nehmen.

    Atzenalarm!

    Was ist eigentlich das Gegenteil von Atze?

    • Lara_Antonia sagt:

      Schnösel?

      • Riani Novianti sagt:

        Der Schnösel in Zehlendorf ist definitiv eine weitere Spezies die sich vom Atzen und dem Szenemenschen unterscheiden. Da hast du vollkommend recht :)

        • Sandra sagt:

          Schnösel find ich gut :D Müsste eigentlich gleich noch nen Text zu schreiben^^ Aber die gibt’s doch nicht nur in Zehlendorf… Gibt es das denn eigentlich noch so extrem, dass die Bezirke sich derart durch die Menschen, die dort wohnen unterscheiden? Habe neulich einen Soziologiestudenten aus Zehlendorf getroffen und den dort nicht unbedingt vermutet…

        • Thuy sagt:

          Gibt es unter Atzen auch wahre Freundschaften?
          Zeig mir deine Schmalztolle und ich schenke dir meine Freundin? Haha…

          • Riani Novianti sagt:

            hahahaha wenns hier den i like button geben würde, hät ich dir eins mit sternchen verpasst thuy!! hhahha…

    • Riani Novianti sagt:

      hahah merci liebe Thuy! wir geben uns viel Mühe, dass sich ein solch langer Text auch wirklich lohnt es durchzulesen :D

      Wir dachten uns, dass neben den kultigen Szenemenschen (der das Pendant zum Atzen bildet) wegen seiner hohen Verbreitungsschar ebenfalls gewürdigt werden sollte. Denn obwohl der Szenemensch ebenfalls seine großen Ballungsgebiete hat, sind einfach Atzen diejenigen,die in jedem Bezirk vertreten sind, oder was denkst du?

  9. Yvonne sagt:

    super artikel, genau getroffen!

  10. Egi sagt:

    schön geschrieben und dargestellt…

    • Riani Novianti sagt:

      Danke Om Egi :)! Wo siehst du mal den einen oder anderen Atzen in Berlin?

  11. Julia Reinecke sagt:

    Guter Text !!
    Echt endlaser :P
    Ich kenne das Wort, bin ich wohl ziemlich atzig!
    Aber wirklich gut geschrieben, Respekt !!

    • Riani Novianti sagt:

      hahaha sehr gut! Du hast auf jeden Fall das Potenzial zum Atzen. Da bist du uns ein Fachwort voraus! hahaha..

  12. Lena sagt:

    Beschriebt ihr nicht eher Vollhonks?
    Der Begriff “Atze” ist doch in Berlin eigentlich positiv.
    So wie “Keule”. Oder “Schwelle”.
    Aber vielleicht bin ich auch einfach nur älter geworden ;)

    • Riani Novianti sagt:

      Kann man heute wirklich noch/schon zwischen Vollhonks und Atzen unterscheiden?

      • Sandra sagt:

        “Schwelle” kenn ich ja auch noch nicht… “Vollhonks” find ich etwas abwertend und Atze ist ja nicht zwangsläufig negativ gemeint…

        • boah äih sagt:

          Schwelle = Schwester
          Keule = eine Form von Kumpel
          Atze = Bruder …

          so erinnere ich mich jedenfalls noch an die Zeiten in Marzahn…

          Ansonsten bin ich auch der Meinugn das Atze NICHT negativ besetzt ist… wir nennen, was jetzt Atze genannt wird, Prolls. Davon gibt es sichewrlich viele sorten… aber hey I LOVE PROLLS

    • Sandra sagt:

      Habe mal noch ein wenig recherchiert und hier eine sehr lesenswerte Erklärung des Atzen-Begriffs gefunden. http://blogs.pm-magazin.de/SprachBlog/stories/13199/ Sehr gut getroffen, finde ich! :D

  13. Freddy sagt:

    Ich glaub das ist kein Berlin-typisches Problem…Atzen gibt’s überall.

    • Riani Novianti sagt:

      Atzen an die Macht!! Was denkst du, woran liegt es, dass Atzen so massenkompatible sind? Der Berliner Szenemensch ist beispielsweise nur typisch für Berlin und nicht etwa für München. Oder was denkst du?

    • Sandra sagt:

      Denke auch, dass es überall Atzen gibt, aber sehen sie überall gleich aus??? Denke fast, dass es regionalspezifische Unterschiede gibt, oder???

  14. Riani sagt:

    Na wenn das nichts ist, dann weiss ich auch nicht! Hahah

    From: @mribnu
    Sent: 10. Jul. 2011 23:13

    @reanynovianti in nürnberg gibt es einen ort der heisst atzenhof…ohne spass

    sent via Echofon in reply to @reanynovianti
    On Twitter: http://twitter.com/mribnu/status/90166903640834049

  15. Riani Novianti sagt:

    Scheint ja fast so, als ob es überall Atzen geben würde. Aber ist Berlin vielleicht genau ein Treffpunkt zwischen den Ostdeutschen Atzen und derjenigen aus dem Westen? Ich seh da schon ein markanten Unterschied was das Styling angeht, oder?? Diejenigen, die breit gebaut sind und enge Shirts mit Goldkette kombinieren und “high level brands”-tragen und solche eher sportlich angehauchten adidas und bench träger mit schwarz-blonden haaren und bauchfreien tops zu bauchnabelpiercings…

    • Franzi sagt:

      Ich glaub auch, dass es zwei Kategorien gibt. Ist alles gar nicht so einfach.
      Wahrscheinlich sind die Berlin-Atzen auch sowas wie Trendsetter und von hier schwappt es dann in die “Provinz”.

  16. Steffi sagt:

    Was soll man dazu schreiben? Als geborener Berliner kann ich nur sagen, dass es erst in den letzten Jahren so extrem geworden ist. Und ich bin sogar in Hellersdorf (jetzt Hellersdorf-Marzahn) zur Schule gegangen ;) … Ist auf jeden Fall echt nervig, diese möchtergern Coolen. Aber das gibts auch in kleineren Städten, halt nur nicht in der Masse!

  17. ibnu sagt:

    der text ist voll porno! mir fehlt nur noch der picaldi jeans und gut ist….disco pogo style:)

    • Riani Novianti sagt:

      dich hät ich gern mit picaldi hosen, ed hardy tshirt und blingblings um den hals gesehen.. hahahaha,,, die idee ist wirklich endlasert..!!

  18. Daniel sagt:

    Auf jeden Fall eine lobenswerte Seite! Kompliment vor allen an die Texter! :D
    Und noch eine kleine Ergänzung: Spandau ist mittlerweile mindestens genauso ‘atze’ wie die genannten Viertel Moabit etc.. ;)

    • Sandra sagt:

      Spandau auch??? Berlin also immer mehr atzifiziert :D Wo soll das nur enden… ;-)

  19. Peter sagt:

    Sehr amüsanter Text. Das mit dem Hühnerei hast du sehr treffend beschrieben.
    Alles in allem gefällt mir der Schreibstil sehr

  20. Mac Sparrow sagt:

    Schön geschrieben und tolles Thema.

    So eine Atzen-Welle gibt es ja jedes Jahr mal mehr oder weniger. Ich denke da grad an diese Raver mit Buffalo-Plattoschuhen etc. Daran erkennt man aber auch, das selbst der Atzenstil Veränderungen unterworfen ist. In meiner Heimat hingen die Voll-Atzen an jedes Wort, Halb- oder Vollsatz ein “Alter”. Mit den ganz krassen Auswüchsen “Alter-Schalter-Lagerverwalter” ;o). Aber das waren die 90er…

    So Euch ein frohes Atz-Hat’s

    • Sandra sagt:

      Ja stimmt, daran kann ich mich auch noch erinnern, jo Alter Mann, voll krass Mann und so ;o) Darf ich fragen, wo deine Heimat ist? Klingt zumindest nach außerhalb von Berlin, also mal wieder ein Beweis, dass es Atzen nicht nur in Berlin gibt… Atzen an die Macht! :P

      • Mac Sparrow sagt:

        Joo, ich komme aus dem “Nahen Osten”. Meine Heimat war der Nährboden für die Bratzen, mit Schlaghosen, Stachelfrisuren und Buffalo. Nur echt mit Fellfetzen (unecht) um den Hals.

        :D Rave-Atzen eben.

  21. Stefan sagt:

    ich kann dem atzen-look auch nichts abgewinnen, aber der text ist gut. habe mich an einigen stellen in die 90er zurück versetzt gefühlt, als noch schön die techno-beats in den disco’s rumpelten und die mädels mit neon-roten haaren und weißem mini-top auf der tanzfläche hüpften und darauf warteten, dass der schaum rausgeblasen wird. mann-o-mann waren das zeiten… ;D

  22. Daniel sagt:

    Yeeeaaahhhh. Köstlicher Beitrag ! Ich lebe jetzt seit knapp nem dreiviertel Jahr nicht mehr in Berlin, aber das hier hat mich in meine alte Heimat zurückgeholt. Auf den Punkt getroffen und eine beachtlich große ( und offensichtlich weiter wachsende ) Anzahl an Hauptstädtern amüsant und treffend charakterisiert. RESPEKT ALDA !!!

  23. lali sagt:

    atze zu sein auf einer bad taste party ist immer “cool” und garnicht so schwer dank dieser anleitung.

    super!!!!!!

  24. Laura sagt:

    Wow, ich ring grad noch nach Luft… Diese Spezies kenn ich auch! Allerdings möchte ich, ehrlich gesagt, nicht dazu gehören… ;) Aber was wäre Berlin ohne seine Vielfalt!? Auf jeden Fall ein interessanter und ansprechend geschriebener Artikel! :)

  25. bagus sagt:

    herrliche Beschreibung um Atzen/innen wieder auf der Straße zu erkennen. Hatte sie nämlich schon aus meiner Wahrnehmung sowas von gelöscht..hahaha
    -amüsantamüsant-

  26. Franzi sagt:

    Ich frag mich grad, ob ‘der Atze’ der Stereotyp unseres Jahrzehnts ist? So wie die Popper und Punker in den 80ern, die Raver und Girlies in den 90ern und jetzt kommt der Atze??

    • Riani Novianti sagt:

      hey das ist wirklich mal ne gute frage… angefangen von der großen hip hop welle in den letzten 7-8 Jahren.und weil jetzt arschzeigen und kurven wieder in ist, stehen die atzen im sommer besonders gern auf diesen körperkult.

  27. Josi sagt:

    klasse Text! So bildlich beschrieben, dass ich den Atzen vor meinem Augen sehen konnte. Sämtliche Erinnerungen von Begegnungen mit Atzen sind wieder präsent geworden. Ich konnte IHN/SIE quasi sehen, ja sogar riechen und hören. Eine Frage an die Runde: Auf einer Skala von 1-10. Wie sympathisch sind euch Atzen? Seid ihr mit Atzen befreundet? Wie ticken sie wirklich? Ist ihr Äusseres nur Fassade?

    • Franzi sagt:

      Ich glaube, so ein bisschen ‘Atze’ steckt schon in manchen meiner Freunde, wahrscheinlich auch in mir. Aber das Gesamtpaket macht es aus und bei manchem passt das Äußere wohl auch zum Inneren.
      Ich frag mich, ob das nur so eine Art Jugendsünde ist oder ob sich das im Erwachsenenalter fortsetzt…

      • Sandra sagt:

        Naja gibt es denn auch erwachsene Atzen? Ich hab ehrlich gesagt noch keine gesehen… Ist euch schon ein Atze Ü30 begegnet? Atzesein – ein Auswuchs der Pubertät? Wär mal ne Theorie, die zu belegen wäre ;)

    • Sandra sagt:

      Die Fragen, die du aufwirfst, sind sehr gut! Könnten wir eigentlich noch in unseren Text aufnehmen…
      Denke man kann die Sympathiefrage nicht so prinzipiell beantworten, gibt sicher sympatische und unsympatische Atzen. Können halt gerade in der Bahn mal etwas unangenehm werden. Meine Freunde sind eher weniger “atzig”, wobei eigentlich ein bisschen Atze in jedem von uns steckt, oder? Wie ticken sie wirklich/ist das Äußere nur Fassade – tja das ist echt ne gute Frage, die wahrscheinlich nur der Atze selbst beantworten kann. Schade, dass sich bisher noch keine Atzen zu Wort gemeldet haben. Würde mich nämlich auch mal brennend interessieren! :)

  28. HPDC sagt:

    great post! like it much!!!!

  29. Rhyan sagt:

    geeeeeilerrrr post oh my gawwwwwwd krasss mannn voll porno aldaaaa snoggyy!

  30. Eko P sagt:

    Very nice geschribbe.
    Eine schöne Anleitung, um ein waschechter Berliner Atze zu werden. Aber eins würd mich noch brennend interessieren: was genau isst denn ein B-Atze? Gibt es da bestimmte Vorlieben? Gibt nix wichtigeres als Essen :) Guuuude

  31. .my. sagt:

    like this..

  32. .my. sagt:

    like this…

  33. Sandra sagt:

    Irgendwie frage ich mich auch, ob ich das toll finden soll, wenn mal meine Kinder zwischen lauter Atzen aufwachsen. Fändet ihr das schlimm? Was passiert, wenn euer Kind auch ein Atze wird?

    • Josi sagt:

      Ich würde es nicht toll finden, wenn mein Kind ein Atze werden würde. Aber ändern kann man es ja eh nicht, Ich muss zugeben, dass ich eine leichte Abneigung gegen Atzen habe. Die sind mir so proll-mäßig. Ich kenne zwar keinen wirklich so richtig persönlich, aber das Äußere hat so eine negative Ausstrahlung auf mich. Mich schüttelt es teilweise sogar richtig….brrr :) Wie ist es bei euch?

  34. Bassti sagt:

    Hmm ein schon etwas polemisierter Beitrag, wenn er in der Realität denn nicht doch so oft verifizert werden würde. Aber: Atzen gibt es überall. In jedem Fitnessstudio der Republik, auf den Marktplätzen und an den Haltestellen von der Stadt bis zum Dorf: Atzen gibt es überall. Von cool bis peinlich. Eigentlich ein harmloses Phänomen, solange bei den betreffenden Personen hinter dem Kult noch etwas Rest-IQ vorhanden ist. Bei denen, die durch dieses Raster fallen ist aber nicht das Atze-sein das Problem, sondern das allgemeine Bildungsniveau und -millieu. Ob Atze oder nicht ist dann auch egal.

  35. Nukie Dewanugroho sagt:

    …sehr klasse!!!!! es gefällt mir!

  36. joan sagt:

    Achtung Achtung: Atzen in der Bahn gesichtet..
    Neukölln nun auch befallen ;)

    Mal im Ernst, was ist mit der Sprache los?
    Letztens beim Tanzen:

    Ey, wie Kantine?
    - Du meinst, wie es in der Katine ist?
    Sag ich doch, wie Kantine?

    Artikel werden grundsätzlich ausgelassen und verben sterben zunehmend aus.
    Hat jemand erfahrung wie das ganze in der Schule aussieht? Also antwortet man dann genrell nur einseitig, gar nicht, oder kann man da plötzlich hochdeutsch?

    • Franzi sagt:

      Diesen Aspekt finde ich auch ganz schlimm! Warum können sie nicht einfach ordentlich reden?? “Gib mal Handy”. Wozu gibt es Artikel??!? Könnte mir vorstellen, dass das im Deutschunterricht zu großen Problemen führt. Sicher werden in der nächsten Rechtschreibreform die Artikel gestrichen und Verben stark reduziert;-)

  37. Rama sagt:

    eventhough i dont understand german language but i think this is a great post..
    keep up the good work cousin… :)

  38. Mochamad Fardiansyah sagt:

    Love it ! Very impressive

  39. Gibt es tatsächlich noch Atzen in Berlin?
    Aber wie Ihr schreibt, findet man sie nur noch in wenigen Bezirken. Es handelt sich um eine bedrohte Spezies, die keine Chancen hat sich gegen den agressiven, wohnungsgreifenden “Homunuculus Prenzelbergus-Mitte” zu behaupten.

    • joan sagt:

      Ich glaub so bedroht sind sie nicht. Aber ich könnte mir ganz gut vorstellen, dass sie nur in einer bestimmten Altersgruppe (Schule und viell. weiterer Bildungsweg, aber bei richtigem Beruf dann nicht mehr) auftreten : )

    • Sandra sagt:

      Joa naja gut, dann müsste unser nächster Blogbeitrag also vom “Homunuculus Prenzelbergus-Mitte” handeln!? Und wie ist der so drauf?

  40. jessi sagt:

    muhahaha :D echt super geschrieben, macht spaß es zu lesen ^^

    aber ich glaube ich bin nicht überlebensfähig in berlin *wein*

  41. B. sagt:

    Die guten, alten Atzen – wer kennt sie nicht. Irgendwie verändern sie mit den wechselnden Geberationen ihr Erscheinungsbild und die Markenzeichen, aber ohne sie wäre Berlin doch nur halb so schön.
    Gütesiegel: wertvoll.

    • Riani Novianti sagt:

      ein dickes I LIKE an dich! so sehen wir die Atzen auch. Wertvoll, Unverkennbar und einfach wirklich unbezahlbar! ich erhöhe dein Gütesiegel noch mit einem Stftungwarentest Abzeichen mit Sehr gut!

  42. Tamara sagt:

    nice text!! realy funny

  43. Josephine sagt:

    “Angesagt sind Profilbilder von schräg links oben” XD ja und den Knutschmund nicht vergessen, am besten nach Vorbil Keira Knightley!
    Hammer Text, man hat wirklich sehr viel Spaß beim lesen. Tolle Recherche und wissenschaftlichund analytisch ausgeführt! ;) Werd ichübrigens gleich mal bei facebook posten.

  44. Janine sagt:

    Sehr sehr geil :-D Obwohl es ja diese “coolen Leute” überall gibt, denken glaube viele trotzdem erstmal an Berlin. Super geschrieben :-)

    • Martina sagt:

      Congrats…. Der Text ist so sarkastisch geschrieben….also voll getroffen bei mir. Ich sollte ihn sogar zwei Mal lesen….Ich kann mir nicht erinnern, wann war das letzte Mal als ich einen ganzen Artikel gelesen habe…Meistens hab ich nach den ersten 20 Sek. kein Bock mehr und entweder lese ich nicht weiter, oder nur zwischen den Zeilen.

      Also noch mal: Respekt!

  45. Tati sagt:

    hahaha geiler artikel… na falls ich nach berlin umziehen sollte, weiß ich ja wie ich mich anpassen muss.. hahahahahha…

  46. Vicky sagt:

    Schönes Gegenstück zum Berliner Szenemensch :)

  47. Clemens sagt:

    Ich will um Himmels Willen kein Atze sein und tuh’ alles dafür, dass mein kleiner Sohn auch keiner wird. – Das könnte mal ein Grund sein, aus Berlin wegzugehen.
    Klickt doch nach dem Kommentieren mal hier:
    “Berlin und Ich” – Eine Liebesgeschichte

    http://socialmedia.kkandk.de/2011/07/12/berlin-und-ich/

  48. Janine sagt:

    Sehr gut geschrieben! es liest sich sehr gut und flüssig! Und irgenwie steckt auch einiges wahres im darin, obwohl ich mich zum Glück nicht mit den Atzen im Text identifizieren kann

  49. Nilsson sagt:

    super text!
    achja,der duden hat dazu auch eine klare meinung: atze heißt bruder oder freund und ohne artikel ist es dann eine vertrauliche anrede. erweitert direkt den horizont :)

    • Franzi sagt:

      Steht da auch, dass es für eine bestimmte Gruppe spezifisch ist? Einige von uns werden ihre Freunde ja wohl nicht vertraulich mit “Atze” anreden, oder? Aber sollte ich vielleicht mal einführen;-)

      • Riani Novianti sagt:

        nicht?? sagste nicht: “Entschuldigen Sie Herr Atze, ich hät da mal ne Frage…” hahaha…

        ne aber dass man zu Atze als Anrede sagt, wusste ich auch nicht… kannte bis jetzt nur Keule oder Uschi.

  50. Max sagt:

    Gibt es moegliche Rehabilitationsmaßnahmen fuer Leute, die toericht einen unatzigen Schulabschluss gemacht haben? Sozusagen eine Umschulung auf Straßenabitur?

    Sehr nette Sozialkritik, bleibt nur zu hoffen, dass auch dieser Trend der Kulturevolution zum “Opfer” faellt.

    • Franzi sagt:

      Wir bieten für alle Interessierten demnächst einen Kurs zur Umwandlung an. Kleidung. Wortschatz und Verhalten werden umfassend angepasst und über das Atzen-Abitur denken wir auch noch nach. ;-)

      • Riani Novianti sagt:

        Ganz genau.
        Ein 2-Woche Intensiv-Workshop würde sich dafür sehr anbieten. Wenn sich das dann etabliert folgt die Atzen-Uni fürs Atzen-Diplom. hohohohoo..

  51. Theo sagt:

    Der schaurig-schöne Alltagszirkus der Berliner Straßen…mittlerweile quillt das Atzen-Gen aber bis hinaus in die äußersten Berliner Randbezirke und noch weiter ins Trocken-Staubige der Mark, wo Atz und Atzin sich am Abend auf dem Felde treffen und ne Kopfnuss geben..Immer schön ätzend bleiben!

    • Sandra sagt:

      Hahaha sehr schön beschrieben Theo :D Atzen erobern also auch das Brandenburger Umland… Das dürfte all diejenigen beunruhigen, die Berlin genau aus diesem Grund verlassen. Wegrennen scheint also wie immer keine Lösung zu sein. Was schlagt ihr vor, was ist zu tun? Einfach mitmachen? Ertragen? Dagegen angehen? Oder abwarten, ob sich alles von selbst beruhigt?

    • Franzi sagt:

      Kann das nur bestätigen. Komme ursprünglich aus Brandenburg und auch dort ist der Atze weit verbreitet. Allerdings schon abweichend von den Berliner Atzen. Fallen dir auch gewisse Unterschiede auf?

  52. Mr. TOandNI sagt:

    Einen besseren Atzennamen konnt ich für den Kommentar aus meinem bürgerlichen Vornamen leider nicht machen. So einer Veratzung würd ich mich wahrscheinlich nicht unterziehen – und wäre ich nicht zufällig für drei Monate zu Weiterbildungsmaßnahmen in Berlin, könnt ich mir dazu auch kein Urteil erlauben. Sollen sie atzen (jaaa, geht auch als Verb) und auch mal U-Bahnen beschallen – sportlich nehmen und als musikalische Horizonterweiterung verbuchen. Ich würd außerdem behaupten, dass mir alle Atzen, die ich bisher sah, bereitwillig die Uhrzeit mitgeteilt hätten (wenn ich sie darum gebeten hätte) – soll heißen: sind sicher keine monströsen Wesen. An alle angehenden Neu-Berliner, die sich der Atzen-Metamorphose dennoch nicht unterziehen wollen: Müsst ihr auch nicht. Man überlebt trotzdem.

    • Riani Novianti sagt:

      nein nein, selbstverständlich gibs auch die lieben Atzen in berlin. wir wollen ja hier keinen abschrecken der neu nach berlin kommt. du muss aber zugeben, dass der prototyp eines atzen schon mehr oder weniger den äußerlichen Schein verbreitet, wie wir ihn oben beschrieben haben. letztendlich soll doch jeder darüber lachen. denn ob mans will oder nicht, man wird in berlin auf irgendeine weise ja doch “atzifiziert” :)

  53. ICKE sagt:

    durchgelesen, zack festgestellt fast wiedererkannt :D…guuuuuuuuut geschrieben, fettes lob!

  54. Karl-Heinz sagt:

    geh ich fest – bei den ganzen vielen Atzen überall hier…

  55. Miriam sagt:

    Sehr amüsant geschrieben und wahnsinnig viel Wahrheit dran!

  56. Patrick sagt:

    einfach großartig! :D

  57. Julia sagt:

    Ich denke, ein paar entscheidende Punkte fehlen in der Aufzählung der Merkmale noch:

    1.) Das Handy ist nicht zum Telefonieren da!
    Dafür gibt es eine Freisprecheinrichtung, die locker vor den Mund gehalten, maximalen Komfort beim Telefonieren bietet. Dass man dabei aussieht, als ob man mit seinen Fingernägeln redet, ist egal. Wer eine solche Freisprecheinrichtung nicht besitzt, kann wahlweise auch die Lautsprecherfunktion des Handys nutzen – dafür wird das Endgerät einfach locker vor den Mund gehalten, ähnlich der Handstellung beim Abbeißen einer Scheibe Toastbrotes. Vorteil der zweiten Variante ist, dass Umstehende nicht nur die eine Seite des Gesprächs mitverfolgen können, sondern sich ganz in die diskutierte Problematik (“Altawobissu? – Eyubahnalta!”) einfühlen können.

    2.) Wichtig, ja geradezu unerlässlich ist es, den Augenbrauenstift richtig einzusetzen: Die Augenbrauen müssen vor dem Nachzeichnen entweder komplett gezupft oder rasiert werden, um den vollen Schwung bis an den Haaransatz ausnutzen zu können.

    3.) Zur Kleidung: “Dank Ed Hardy erkenne ich Vollidioten auf 10 Meter Entfernung” – ich belasse es an dieser Stelle bei einem Zitat.

    4.) Was Profilbilder bei Jappy & Co angeht: ohne Duckface geht hier nichts! Dafür wird die Handycam wie schon beschrieben, auf Armlänge von schräg oberhalb des Gesichtes bedient, die Augen weit aufgerissen und – ganz wichtig – die Lippen zu einer Mischung von verquollenen Kussmund und beleidigter Schnute geschürzt.

    Ansonsten: Top Artikel! Sollte in Berlin-Guides Erwähnung finden, damit auch Touristen die Eigenarten manch indigener Bevölkerungsgruppen besser verstehen können!

    • Sandra sagt:

      Super Kommentar, Julia. Thx a lot!!!!
      Joa dann können Marco Polo und wie sie alle heißen von mir aus gern kommen. Haben wir jetzt alles bedacht, oder fehlt noch was zum perfekten Atzenbild?

    • Franzi sagt:

      Hahaha das ist echt noch eine Bereicherung! Danke für die Inspiration:-)

  58. Tomi sagt:

    Interessanter Beitrag.

  59. jessi sagt:

    toll geschrieben :) aber ich glaube ich kann wohl in berlin nicht überleben *wein*

  60. Annette sagt:

    Voll laser wie euer Artikel abgeht! Im Pott würde man auch Arschproleten dazu sagen ;)

  61. Chris sagt:

    Sehr guter Artikel!

    War schon ewig nicht mehr im dicken B… hab daher auch nix von der Szene mitbekommen und fuehl mich jetzt umso besser vorbereitet fuer den naechsten Besuch.

    Gibt es denn auch entsprechend scharfe Gegenbewegungen? Werden verschiedene Stadtviertel aehnlich wie in amerikanischen Grossstaedten besetzt?
    Sowas waer auch mal witzig.

    “A Social Report” sozuagen. .

  62. Josy sagt:

    Super Text. Jaja, die Jugend von heute… Da sieht man mal, wie die Welt sich verändert! Ich bin erst durch Atzenhausen gefahren, ein kleines Dorf am Bodensee, sehr idyllisch, einödig und so. Hab aber keine Atzen gesehen, ich hab niemanden gesehen…. Aber Börlin is wirklich ne tolle Stadt, die für mein fernweh verantwortlich, also fernweh nach Berlin.

  63. Philipp sagt:

    Sehr seeehr genialer Text, ich musste ordentlich lachen :D …obwohl’s ja ein ernstes Thema ist, muss ich als zugezogener Weddingbewohner feststellen. Der How-to-guide muss strikt befolgt werden. Ansonsten wird man an der nächsten Kreuzung abgezogen. Word.

  64. Nick sagt:

    echt klasse artikel !!!!

  65. Emma sagt:

    Super geschrieben, gefällt mir gut.

  66. Swantje sagt:

    original aus dem leben gegriffen! es fallen einem direkt mehrere selbsterlebte szenen aus dem berliner alltag ein :D

  67. Caroline sagt:

    Hallo, meine Meinung zu diesem Thema ist unverändert! Die Berliner Jugendszene aber auch die der anderen zahlreichen Großstädte erfindet sich momentan immer wieder neu. Jeden Tag kommen neue heiss angesagte Trends auf den Markt dem der heutige Teenie nur schwer wiederstehen kann. Ob diese hilfreich für die Entwicklung des Persönlichkeitsbildes ist oder nicht sei ersteinmal dahingestellt.(…) Meiner Meinung nach ist das vollkommen normal und üblich für die heutige Zeit. Desswegen ist keine Panik auf der Titanic angesagt, denn- normal ist uncool und wer will schon gern hören nicht dem aktuellen Trend angepasst zu sein?!

  68. Anni sagt:

    Geiler Shice =) !!!!!

  69. Lisa sagt:

    :D :D :D diese Ironie, ich habe köstlich gelacht und die Fotos dazu sind auch herrlich. Hat mir echt super gefallen :)

  70. max sagt:

    Was :D

    warum habe ich kein haargel?

  71. Theres sagt:

    Super Artikel! Jetzt weiß ich wo ich in Berlin nicht hin ziehen sollte…oder vielleicht doch!?!

  72. Felix sagt:

    Super Text!
    Passend, nicht übertrieben und man entdeckt doch wieder Neues!

  73. drea_muc sagt:

    voll gut! bin erstaunt, dass es ähnlliche erscheinungen, natürlich in abgeschwächter form, auch in münchen gibt. aber wahrscheinlich sind das dann zugezogene aus berlin ^^ lg

  74. Pauli sagt:

    Jeden Tag, den ich mich nicht in Berlin befinde, vermisse ich echt das Dasein einer Gruppen-preferierenden Atze und deren lautstarken Äußerungen:

    “Alter kotzt mich crass fett an, soll mal klar kommen uff sein leben!”

    Aber ich glaube immer noch daran, dass alles besser wird!

  75. Jens sagt:

    Alt geworden… also ich… aber Smartphone? Sischer und nicht mit Apfel.

  76. Maria sagt:

    Sehr hübsch geschrieben;
    da bekommt man ja gleich Lust, seine Semesterferien in Berlin zu verbringen und sich dieses Schauspiel anzugucken.

  77. Sabrina sagt:

    Ein echt genialer Text! :)

    Ich bin auch sowas von out….vielleicht sollte ich das WE zum Überdenken meines Styles nutzen. ;)

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